Im Folgenden versucht
Euch die Feuerwehr Niederalteich, einige Merkregeln
für das Verhalten auf dem Eis, sowie nach einem
Eisunfall darzustellen :
> Niemals eine Eisfläche
betreten, bei der nicht absolute Sicherheit besteht,
dass das Eis volle Tragfähigkeit besitzt. Eisflächen,
die zunächst einen sicheren Eindruck machen,
können durch verschiedenste Einflüsse
(Strömungen, Zuflüsse, ehemalige Einbruchstellen
etc.) einen unterschiedlichen Durchmesser haben.
>Ist man im Eis eingebrochen, entscheiden
meist die ersten Minuten über Leben und Tod.
Aufgrund der starken Unterkühlung werden die
Glieder des Eingebrochenen bereits nach wenigen
Minuten steif, und alle Versuche, aus dem Eis herauszukommen,
scheitern. So sollte man gleich nach dem Einbrechen
versuchen, so schnell wie möglich Hilfe herbeizubekommen.
Wenn möglich, sollte man sich aus der Einbruchstelle
heraus flach auf das Eis schieben und zum Ufer kriechen.
Damit wird einem nochmaligen Einbrechen vorgebeugt.
>Unfallzeugen sollten ebenfalls so schnell,
wie möglich Hilfe herbeiholen. Am Besten umgehend
den Notruf 19222 bzw. 112 betätigen.
>Dann sollte man dem Verunfallten auf
keinem Fall selbst die Hand reichen, sondern Ihn
mit Hilfsmitteln (Jacke, Ast, Abschleppseil, Hundeleine
etc.) zu erreichen versuchen. Ist die Einbruchstelle
überhaupt nicht zu erreichen, werden dem Verunglückten
Hilfsmittel zugeworfen, z.B. auch Bretter, Leitern,
Stangen.
>Die Annäherung an die Unglücksstelle
sollte niemals aufrecht gehend geschehen, sondern
man sollte sein Gewicht immer auf eine große
Eisfläche verteilen. Zudem sollte man versuchen,
sich durch ein Seil und einer zweiten Person zu
sichern.
>Nach der Rettung des Verunglückten
ist darauf zu achten, dass diese Personen meist
stark unterkühlt sind. Deshalb sollte man darauf
achten, den Körper des Geretteten flach zu
lagern, und unnötige Bewegungen zu vermeiden.
Es kann bei diesen Personen leicht zu einem Herz-Kreislaufstillstand
kommen. Daher den Zustand der Person immer überwachen,
und die Person nie alleine lassen.
>Die Feuerwehren nähern sich der
verunfallten Person mittels Leiterteilen bzw. falls
möglich auch mit dem Boot sowie mit Rettungsleinen.